Honigbienen in Naturschutzgebieten

Artenschutz für wilde Honigbienen?

Honigbienen in Naturschutzgebieten? Darauf antworten viele Naturschützer schnell mit einem „Nein!“ Und das ist im Gros der Fälle durchaus nachvollziehbar, denn bei Honigbienen hat man zunächst einmal die imkerlich bewirtschafteten Honigbienenvölker (Wirtschaftsvölker) vor Augen, die in ihrer Auftstelldichte und unnatürlichen Volksgröße tatsächlich eine ernstzunehmende Nahrungskonkurrenz zu Wildbienen und Hummeln darstellen können, und das nicht nur in Naturschutzgebieten.


Matthias Wucherer vom Verein Mellifera e.V. betrachtet das Thema im Blog Biene Mensch Natur:

Gefährden Honigbienen wildlebende Bestäuber? Blog Biene Mensch Natur, Mellifera e.V., 23.05.2018


Am Beispiel des Naturschutzgebietes Oligser Heide in NRW hat Armin Dahl auf der Seite Heidelandschaft – Die Schmetterlinge der Region Niederberg ein Statement zur Fragestellung veröffentlicht:

Honigbienen in Naturschutzgebieten: Kleines Pro und Großes Kontra. Armin Dahl, Heidelandschaft – Die Schmetterlinge der Region Niederberg, 23. April 2019.


Wir möchten das Thema aus einem weiteren Blickwinkel beleuchten: Ein wild lebendes Honigbienenvolk in seinem natürlichen Habitat, wie beispielsweise einem alten Buchenbestand, mit kleiner Volksstärke und einer natürlichen Völkerdichte von einem Bienenvolk pro Quadratkilometer oder weniger, sollte einen vergleichbaren Schutzstatus wie Wildbienen und Hummeln in einem Naturschutzgebiet erhalten. So könnte beispielsweise ein geschützter Buchenwaldbestand wie der Nationalpark Hainich in Thüringen ein wichtiges Schutzgebiet für wild lebende Honigbienenvölker darstellen.

Naturschutzgebiete für wilde Honigbienen? Eins ist uns klar: Das gibt die derzeitige Gesetzeslage nicht her. Aber selbst Gesetze können geändert und an neue Realitäten angepasst werden. Im Falle der wilden Honigbienen wäre es an der Zeit.

Externe Links zum Thema

Artenschutz in Franken, Wilde Honigbienen, www.artenschutz-steigerwald.de

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