Nachbars Bienenvolk hinter der Klinkerfassade, Update 2021

Nach einer weiteren erfolgreichen Überwinterung in Folge ohne menschliches Zutun schwärmte das Bienenvolk hinter der Klinkerfassde erneut, wie im letzten Jahr, siehe Beitrag vom Juli 2020. Dieses Bienenvolk bildet eine wertvolle Basis für die genetische Vielfalt der in der Umgebung lebenden Bienenvölker, auch der von den umliegenden Imkern gehaltenen Bienen. Denn bei jeder Standbegattung können die Imker von der Überlebenskunst der „Klinkerbienen“ profitieren, indem sie Eigenschaften weitergeben, die ihnen helfen, auch mit der Varroamilbe fertig zu werden. Denn die Drohen dieses Volkes fallen keiner Varroabekämpfungsmaßnahme zum Opfer und stehen somit für viele erfolgreiche Hochzeitsflüge zur Verfügung.

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Hanses Beieli

Einer unserer Buch-Leser aus der Schweiz ist ab sofort stolzer Honigbienenbeobachter. Ein Bienenschwarm hat sich seine SwissTree-Baumhöhlensimulation schon drei Wochen nach dem Aufstellen als neue Unterkunft ausgewählt. Soviel Glück hat nicht jeder, es herrscht offensichtlich Honigbienen-Wohnungsnot am Zürichsee. Verfolgen Sie die weitere Entwicklung im Bienentagebuch auf der Seite Hanses Beieli.

Weitere Infos auf unserer Wilden Seite Schwärme auf dem Weg in die Selbstständigkeit.

Wild lebende Honigbienen? „Gibt es nicht!“

Es ist noch gar nicht all zu lange her, als dies unter Bienenexperten als Standardantwort auf die vorangestellte Frage galt. Über wild lebende Honigbienen wurde -wenn überhaupt- hinter vorgehaltener Hand gesprochen. Wild lebende Honigbienenvölker ohne imkerliche Betreuung galten als Krankheitsschleudern und Bienenschwärme als Betriebsunfälle ohne Überlebenschance. Hier hat sich in den vergangenen Jahren zum Glück einiges zum Positiven getan und die Rehabilitation der wild lebenden Honigbienenvölker ist im Gange. Dennoch, die Zahl der Skeptiker bleibt und es ist noch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten, bis die wilden Honigbienen in den Köpfen möglichst vieler Menschen und in der Breite angekommen sein werden. Und zwar nicht als Krankheitsschleuder sondern als Schatz, der gehoben, erforscht und bewahrt werden muss. So wie dieses Überlebenskünstlervolk in einer alten Linde nach erfolgreicher Überwinterung…

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Fund am Wegesrand

Auf unserer Suche nach wilden Honigbienenvölkern im nahegelegenen Buchenwald stießen wir auf diesen Zufallsfund: Ein kleines Stück Bienenwabe aus Naturbau mit bebrüteten Drohnenzellen. Rund um den Fundort finden sich einige Schwarzspechthöhlen, sicher kein Zufall – wir werden der Spur weiter folgen…

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Die „Chemiefreien“ lassen sich blicken

Noch vor Kurzem herrschte tiefster Winter mit Schnee und zweistelligen Minusgraden, stets verbunden mit der Ungewissheit, wie es unseren „Chemiefreien“ auf ihren geringen eigenen Honigvorräten wohl ergeht. Rauhreif am Flugloch von der atmenden Wintertraube machte Hoffnung. Der frühe Frühlingseinbruch brachte die Gewissheit: Sie sind noch da! Und wir begeben uns zusammen mit ihnen in ein weiteres wildes Honigbienen-Jahr.

Nachbars Bienenvolk hinter der Klinkerfassade

Als ich im Juli einen Freund westlich von Köln besuchte -er war Anfang des Jahres hierhergezogen- erzählte er mir von einem wilden Bienenvolk bei seinem neuen Nachbarn. Ich fragte interessiert nach und es stellte sich heraus, dass das Bienenvolk nach Aussage des Nachbarn schon seit mehreren Jahren in einem Hohlraum hinter der Klinkerfassade wohnt und auch die letzten Winter überlebt hat. Dafür sprach, dass es in diesem Frühjahr geschwärmt war, was mein Freund bestätigte. Der Schwarm hing in der Linde, die direkt hinter dem Haus steht. Ein vom Nachbarn herbeigerufener Imker konnte den Schwarm nicht einfangen, weil er zu hoch hing. Am nächsten Tag war er verschwunden. Wie gerne ich wüsste wo der Schwarm eingezogen ist und wieviel Schwärme dieses Muttervolk wohl in den vorausliegenden Jahren bereits entsandt hat.

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Eine Frage der Haltung

Ein ethnologischer Dokumentarfilm von Felix Remter und Miriam Remter, D 2020, 87 Min.

Mit Prof. Thomas D. Seeley (Cornell University), Dr. Wolfgang Ritter (Tierhygienisches Institut), Thomas Radetzki (Aurelia Stiftung), André Wermelinger (Free the Bees), Norbert Poeplau (Lehr- und Versuchsimkerei Fischermühle), Dr. Ralf Höling (Buckfast Bayern) uvm.

Mehr zum Film bei primatevisions.de/einefragederhaltung/ und zum Trailer beim DOK.fest München 2020.

Der frühe Schwarm

Dieser Mutterschwarm aus einem Korbbienenvolk fiel am 30. April 2020 noch mitten in der Apfelbaumblüte. Warum ist uns dieser „frühe Schwarm“ eine Meldung wert? Weil die Honigbienen uns hiermit IHREN Jahresrhythmus plakativ vor Augen führten: Wer früh zur besten Zeit im Bienenjahr mit seinem Nachwuchs am Start ist, steigert die Chancen im Rennen um die besten Nistmöglichkeiten und gewinnt entscheidende Wochen in der Nektar- und Pollen-reichen Zeit zur guten Volksentwicklung und um die nötigen Vorräte für eine erfolgreiche Überwinterung anlegen zu können. Schwärme aus imkerlich betreuten Bienenvölkern werden oft durch schwarmverhindernde oder schwarmverzögernde Maßnahmen bis weit in den Mai bzw. Anfang Juni herausgezögert, wenn sie denn überhaupt schwärmen dürfen. Zu spät, um ohne imkerliche Hilfe den nächsten Winter zu überstehen!

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„Das Bienenwesen und seine Pflege“

Vortrag von Ines Siri Trost am 22. Februar 2020 im Therapeutikum Witten.

Am verregneten Samstagabend des 22. Februar 2020 fanden sich um 18:00 Uhr geschätzte 40 Interessierte im Therapeutikum in Witten ein. Die Referentin, selbst als Engelbeaufragte tätig, berichtete von ihrer Fähigkeit mit einem Wesen in Kontakt zu treten, welches sie selbst als elementaren Bienenmeister bezeichnet. Im Laufe der Zeit gab ihr dieser Bienenmeister Hinweise für die Pflege der Bienenvölker, vor allem für die Bekämpfung der Varroamilbe mit alternativen Substanzen und Präparaten. „Diese Bienenpflege“, so heißt es in der Einladung, „begründet sich in einem geistigen Erkenntnisweg.“ Zunächst war es für mich höchst interessant, von ihren Eindrücken und Beobachtungen zum Wesen der Bienen zu hören, die sich außerhalb meiner Wahrnehmung befinden. „„Das Bienenwesen und seine Pflege““ weiterlesen

Konferenz „bee wise-be human“

Zweitägige Konferenz unter anderem mit Vorträgen über die natürliche Biologie der Honigbiene und zu Verhaltensweisen bei frei lebenden Bienenvölkern.

Die namhaften Referenten lassen ein spannendes Programm erwarten:
Dr. Wolfgang Ritter
Prof. Dr. Jürgen Tautz
Dipl.-Biol. Torben Schiffer
Prof. Dr. Thomas Seeley

Samstag, 19.09. und Sonntag, 20.09.2020 im Auditorium der giz-Bonn.
+++Update: Die Konferenz wird Corona-bedingt auf den 09./10.10.2021 verschoben+++
Zum Konferenz-Programm:
bee wise-be human

Schwarm ohne Unterkunft

Auf dieses verlassene Wabenwerk eines Honigbienenvolkes in einem Apfelbaum einer Streuobstwiese wurden wir durch einen Hinweis des zuständigen Landschaftswartes aufmerksam. Zum Zeitpunkt der Apfelernte Ende September war das vor Wind und Wetter ungeschützte Bienenvolk jedoch bereits gestorben, es hatte aber ein beeindruckendes Wabenwerk hinterlassen. Waren die Suchbienen des Bienenschwarms auf Ihrer Suche nach einer geeigneten Unterkunft erfolglos geblieben? Oder konnten sich die Schwarmbienen im Schwarmprozess nicht auf eine Unterkunft einigen? Es war ein heißer und trockener Sommer, vielleicht war das der Grund, warum der Bienenschwarm sich diese ungewöhnliche aber letztendlich unglückliche Wohnstätte ausgesucht hatte.

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